Future-Proof Business vs. M&A-Berater
Vorweg, damit das klar ist: M&A-Berater sind keine schlechten Menschen. Ein guter Berater ist genau das richtige Werkzeug, wenn du eine Transaktion durchziehst. Käufer finden, Prozess führen, verhandeln, das können sie. Die Frage ist nicht ob, sondern wann. Und da liegt fast immer der Fehler.
Wie ein M&A-Berater bezahlt wird, und was das bedeutet
Ein M&A-Berater verdient sein Geld über eine Provision am Abschluss. Kein Abschluss, kein Honorar... oder nur ein kleines. Das ist kein Skandal, das ist sein Geschäftsmodell. Aber rechne selbst nach, was daraus folgt: Wenn du einen M&A-Berater fragst "soll ich verkaufen?", was wird er antworten?
Verkaufen. Jetzt. Immer.
Nicht weil er lügt. Sondern weil er nur an deinem Verkauf verdient, nie an deinem Warten. "In zwei Jahren wäre deine Firma das Doppelte wert, komm dann wieder" ist ein Satz, der ihn Geld kostet. Erwarte ihn nicht.
Was der Berater nicht tut
Hier ist der Punkt, den die wenigsten Inhaber sehen: Ein M&A-Berater macht deine Firma weder zukunftssicher noch übergabefähig. Er verkauft sie, wie sie ist. Hängen die Kunden an dir? Wird im Preis abgezogen. Steckt das Wissen in deinem Kopf? Abgezogen. Verliert dein Modell an Relevanz, weil sich der Markt dreht? Auch abgezogen, denn ein Käufer bezahlt die Zukunft, nicht die Vergangenheit. Sind die Zahlen unaufgeräumt? Abgezogen, plus ein Earn-out, das dich zwei oder drei Jahre an den Käufer kettet.
Der Berater optimiert den Prozess, nicht das Produkt. Das Produkt bist du... genauer: deine Firma, in dem Zustand, in dem du sie ihm gibst. Wer eine abhängige Firma in einen perfekten Verkaufsprozess steckt, bekommt einen perfekt organisierten Notverkauf.
Erst zukunftssicher und übergabefähig, dann (wenn überhaupt) der M&A-Berater. 18 bis 24 Monate Vorbereitung verändern nicht den Prozess, sondern den Preis. Der Berater verkauft dann eine Firma, die ohne dich läuft und morgen noch Geld verdient, statt einer Abhängigkeit mit Abschlag.
Der direkte Vergleich
| Future-Proof Business | M&A-Berater | |
|---|---|---|
| Antwort auf "soll ich verkaufen?" | Erst vorbereiten, dann entscheiden. Aus Stärke. | Ja, jetzt. Das Geschäftsmodell kennt keine andere Antwort. |
| Bezahlung | Fester Preis für die Vorbereitung, unabhängig vom Ausgang | Provision am Abschluss. Verdient nur, wenn du verkaufst. |
| Arbeitet an der Firma selbst | Ja. Abhängigkeiten lösen, dokumentieren, zweite Reihe aufbauen | Nein. Verkauft die Firma, wie sie ist |
| Was mit den Abschlägen passiert | Werden vorher behoben, bevor jemand sie bepreist | Werden vom Käufer vom Preis abgezogen |
| Deine Optionen am Ende | Verkaufen, übergeben oder behalten. Du wählst. | Eine: verkauft. Oft mit Earn-out und dir an Bord. |
| Richtiger Zeitpunkt | Heute, 18 bis 24 Monate vor jeder Entscheidung | Wenn die Firma bereit ist, nicht wenn du müde bist |
Die Reihenfolge, die beide Seiten besser macht
Das Schöne: Du musst dich nicht gegen den Berater entscheiden. Du musst nur die Reihenfolge einhalten.
- Schritt 1: Standort bestimmen. Der Future-Proof-Check zeigt dir, wo deine Firma ohne dich bricht und was ein Käufer heute abziehen würde.
- Schritt 2: 18 bis 24 Monate vorbereiten. Wissen dokumentieren, Kunden vom Inhaber lösen, Führung aufbauen, Zahlen sauber machen, und das Geschäftsmodell schärfen, damit es auch morgen noch trägt. Mit Roadmap, nicht auf gut Glück.
- Schritt 3: Dann entscheiden. Willst du jetzt noch verkaufen, hol dir einen guten M&A-Berater. Er bekommt eine Firma, die er gerne verkauft, und du bekommst einen Preis, den du gerne nennst.
Übrigens profitiert sogar der Berater davon. Eine übergabefähige Firma verkauft sich schneller, sauberer und höher. Seine Provision steigt mit. Nur sagen kann er dir das vorher nicht... du erinnerst dich, warum.
Bevor du einen Berater anrufst: wissen, wo du stehst
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